Die Saalburg -Das Tor zur Antike

Römerkastell Saalburg
Archäologischer Park
An der B 456 von Bad Homburg nach Usingen
61350 Bad Homburg v. d. Höhe
Telefon (06175) 93740, Telefax 937411
E-Mail info(at)saalburgmuseum.de
Internet www.saalburgmuseum.de
Führungen, Aktivprogramme, Feiern:
Telefon 937420, Telefax 937411

Haltestelle: Bad Homburg, Saalburg

Die Saalburg -Das Tor zur Antike

Kurz-Geschichte

Die Saalburg ist das weltweit einzige wieder aufgebaute Römerkastell. Seit Juli 2005 gehört sie zum Weltkulturerbe Limes.

Ein Blick zurück

Zur Römerzeit war die Saalburg ein Kastell, das der Überwachung des Limes, der Grenze zu den Germanen, diente. 500 bis 600 Soldaten waren hier stationiert. Vor dem Haupttor der Wehrmauer lag das Dorf mit Handwerker-, Händler- und Wirtshäusern. Bis zu 2000 Menschen dürften hier insgesamt gelebt haben.

Kastell und Lagerdorf verfielen, nachdem im Zuge verstärkter Germaneneinfälle der Limes um das Jahr 260 n. Chr. aufgegeben werden musste. Auf Initiative Kaiser Wilhelms II. wurde das Kastell um 1900 als Freilichtmuseum und Forschungsinstitut wieder aufgebaut.

Auf Entdeckungsreise in eine vergangene Zeit

Ein anschauliches und lebendiges Bild von der römischen Lebensweise erschließt sich dem Besucher auf seinem Rundgang durch das Kastell und seine Umgebung.

Innerhalb der Umwehrung sind eine Reihe von Gebäuden aus Stein und Holz in der parkartigen Anlage wieder aufgebaut worden. Das Horreum, der Getreidespeicher, dient als Ausstellungsraum. Das Praetorium, die Kommandantenwohnung, beherbergt die Verwaltung des Museums und das Saalburg-Forschungsinstitut. Das zentrale Stabsgebäude, die Principia, beeindruckt durch seine große Halle und den stimmungsvollen Innenhof, um den sich Museumsräume gruppieren. Zur Römerzeit lagen hier die Amtsräume, Schreibstuben und Waffenkammern. In den Centuriae, den Mannschaftsbaracken, waren die einfachen Soldaten untergebracht.

Archäologische Funde, rekonstruierte Bereiche, Inszenierungen und Modelle erzählen vom Leben der Soldaten und der Bewohner des Dorfes vor den Toren des Kastells. Blickfänge sind das rekonstruierte Contubernium, die Mannschaftsstube, in der acht Soldaten auf engstem Raum gewohnt haben, und das reich ausgemalte und eingerichtete Triclinium, das Speisezimmer eines Offiziers. Eindrucksvoll ist auch das Fahnenheiligtum, die Aedes, das kultische Zentrum des Kastells. In den rekonstruierten Backöfen wird auch heute mehrmals im Jahr frisches Römerbrot gebacken. Einen Eindruck vom Aussehen einer römischen Gaststube erhält man im Museumscafé Taberna.

Zahlreiche archäologische Funde dokumentieren die unterschiedlichsten Bereiche des alltäglichen Lebens: Essen und Trinken, Bauen und Handwerk, Waffen und Ausrüstung, Kleidung und Schmuck, Medizin und Körperpflege, Geldwesen und Religion.

Eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen lassen für Jung und Alt die vergangene Zeit lebendig werden. Für Gruppen gibt es ein umfangreiches Programm an Führungen, Aktiv- und Erlebnisprogrammen. Auch für exklusive Feiern am Abend wird das Kastell gerne als stilvoller Rahmen genutzt.

Römerzeit erkunden in der Saalburg: informativ, spannend, aktiv und unterhaltsam – ein Freizeiterlebnis mit Niveau!

Nähere Angaben zur Saalburg siehe Seite … unter Museen, Sammlungen …
www.saalburgmuseum.de


Die Saalburg – Teil des Weltkulturerbes Limes

Im Juli 2005 wurde der Obergermanisch-Raetische Limes in die Unesco-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen und damit die Saalburg Teil des Weltkulturerbes. Der Limes war vom Ende des 1. bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. die Grenze des Römischen Reiches zu den Stammesgebieten der Germanen. Zirka 120 größere und kleinere Kastelle dienten der Bewachung der 550 km langen Grenzanlage, die von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau verlief. Die Überreste bilden heute das größte Bodendenkmal Europas.

Näheres zum Limes und zum Weltklturerbe siehe www.saalburgmuseum.de unter "Limes".

Nach dem Besuch des Kastells ein Spaziergang auf dem "Rundweg Saalburg"

Der "Rundweg Saalburg" führt über eine Strecke von 2,4 Kilometer durch den herrlichen Taunuswald rund um die Saalburg (Gehzeit: ca. 45 Minuten). Der Ausgangspunkt liegt an der Südoststrecke des Kastells (Parkplatz, nähe Fußgängerbrücke über die B 456). Festes Schuhwerk empfohlen.

Bei einem erholsamen Spaziergang lernen die Besucher "im Vorbeigehen" archälogische Denkmäler und Rekonstruktionen im Umfeld des Römerkastells kennen. Nähere Informationen geben sechs Tafeln auf Deutsch, Englisch und Französisch.

Die ersten drei Tafeln geben Auskunft über Relikte, die aus der Römerzeit stammen: römische Schanzen, Limesdurchgang und Limes. Drei weitere Tafeln erläutern Rekonstruktionen von archälogischen Denkmälern aus der Römerzeit, die während der Zeit des Wiederaufbaus der Saalburg um 1900 errichtet worden sind: Modellschanzen, Jupitersäule und Mithrasheiligtum.

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