Stadtmuseum Bad Soden

Stadtmuseum Bad Soden
Königsteiner Straße 86
im ehemaligen Badehaus
65812 Bad Soden
Telefon (06196) 208254 oder 208258, Telefax 208888
E-Mail stadtmuseum(at)bad-soden.de
Internet www.bad-soden.de

Haltestelle: Bad Soden (Taunus), Königsteiner Straße

Stadtmuseum Bad Soden

Für Sie da

Mittwoch, Samstag, Sonntag 15.00 Uhr - 18.00 Uhr, Führungen nach Absprache.

Beschreibung

Das ehemalige Badehaus, im 19. Jahrhundert erbaut, beherbergte einst Kurgäste, die hier in Sole- und Mineralwasser badeten oder zum Lichtbad oder zu Massagen kamen. Seit 1998 befindet sich in dem Gebäude im alten Kurpark das Stadtmuseum, das Stadtarchiv, die Stadtbücherei und ein gemütliches Café.
Im Stadtmuseum sind schriftliche Dokumente des 18. Jahrhunderts und Objekte zu besichtigen, die auf die Besonderheiten der Sodener Geschichte verweisen. Der 1191 in einem Schutzbrief erstmals urkundlich erwähnte Ort gehörte zu den vier Freien Reichsdörfern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Die Zeit der Reichsfreiheit endete 1803. Soden wurde anschließend Teil des Fürstentums Nassau-Usingen, kam 1806 zum Herzogtum Nassau und wurde 1866 dem Königreich Preußen zugeschlagen. Ausgestellt ist im Museum unter anderem eine Abschrift der kaiserlichen Privilegien, die 1359 von Kaiser Karl IV. in Frage gestellt, 1434 von Kaiser Sigismund aber wieder bestätigt wurden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Dauerausstellung bildet die Kirchengeschichte und die Sodener Kur, der der Taunusort seinen wirtschaftlichen Aufschwung verdankt. In Soden wurde Jahrhunderte lang Salz abgebaut, ein kaiserliches Salzpfannenprivileg datiert von 1437. Das erste Kur- und Badehaus eröffnete Anfang des 18. Jahrhunderts, nachdem über die heilende Wirkung der Mineralquellen berichtet worden war und Soden zum bevorzugten Kurort wohlhabender Frankfurter Familien wurde. Seine Blütezeit erlebte der Badebetrieb im 19. Jahrhundert, als bedeutende Persönlichkeiten wie die Dichter Leo N. Tolstoi und August Heinrich Hoffmann von Fallersleben oder Komponisten wie Felix Mendelssohn-Bartholdy und Peter Tschaikowsky in den Taunus kamen. Insbesondere der Charme ländlicher Einfachheit wurde von den Kurgästen geschätzt, zu dem auch die Holzbadewannen für die Kurbehandlung beitrugen, die heute wieder im Museum zu sehen sind.
Das Obergeschoss des Museums bietet Platz für Sonderausstellungen, die regelmäßig stattfinden.

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