Das größte Bodendenkmal Europas.
Von den Römern im Taunus gebaut.
Und von Ihnen entdeckt.

 
1 2 3 4 5 6
Saalburg

Interaktive Karte

Freizeitkarte: KOMPASS Karten GmbH
Auf dieser Karte finden Sie alles, was Sie zum Thema Römer und Limes im Taunus erleben, entdecken und besichtigen können. Wir wünschen Ihnen viel Spaß. Und passen Sie auf: Hinter jedem Baum könnte sich ein Römer vor Ihnen verstecken.

Sie als Entdecker: Auf dem Limeserlebnispfad

Der Limes verläuft über bewaldete Höhen des Taunus und schließt in einem großen Bogen das fruchtbare Gebiet der Wetterau ein. Die sichtbaren Überreste der konservierten und restaurierten baulichen Anlagen der Grenzanlage lassen die römische Geschichte un der Phantasie des Betrachters lebendig werden. Besonders zu empfehlen ist der Limeserlebnispfad Hochtaunus. Auf rund 30 Kilometern bietet er die Möglichkeit, gleichzeitig Natur und Vergangenheit der einzigartigen Kulturlandschaft des Taunus zu erleben. Auf der Strecke zwischen Glashütten und Obermörlen finden Besucher ein ausführliches Informationsangebot über die alte römische Reichsgrenze vor.
Saalburg
Seit Jahrtausenden übt der Taunus eine Anziehungskraft auf die Menschen aus. Verschiedene Kulturen haben hier gelebt und mehr oder weniger deutliche Spuren hinterlassen. Auf diesen wandeln Besucher heute bei Spaziergängen, Fahrradtouren und Besichtigungen. Die Zeit der Kelten zieht sich vor Christi Geburt über Jahrhunderte hinweg. Ringwälle, Gräber und Siedlungen geben Hinweise auf das damalige Leben im Taunus. Am beeindruckensten sind jedoch die Hinterlassenschaften der Römer, die nach den Kelten den Taunus besiedelten. Hier erhalten Sie einen ersten Überblick über die Höhepunkte des Taunus im Zeichen der Römer.

Spuren der Römer

Nachdem die Römer ihre Feldzüge gegen den germanischen Volksstamm der Chatten beendet hatten, begannen sie um 100 n. Chr. das von Ihnen besetzte, rechtsrheinische Gebiet durch den Limes zu sichern: Wegschneisen bewehrten sie zunächst mit hölzernen Türmen und verbanden diese später mit Palisaden. Da sich die Instandhaltung der Holzbauten als zu aufwändig heraus stellte, errichteten sie nach und nach Steintürme, legten Wälle und Gräben an und bauten diese zum Teil mit einer Mauer aus. In der Nähe entstanden an vielen Orten Militärlager, sogenannte Kastelle, deren Besatzungen die Grenze überwachten. Das lockte Händler und Handwerker an, die zusammen mit den Familien der Soldaten, vor den Kastellmauern siedelten. Mitte des 3. Jahrhunderts erzwangen Einfälle der Germanen, Feldzüge im Osten des Römischen Reiches und Bürgerkriege die Aufgabe des Obergermanisch-Raetischen Limes. Rund 160 Jahre bestand der Limes, ehe Rom seine rechtsrheinisch stehenden Verbände abzog.

Weltkulturerbe der Menschheit

Mit insgesamt 550 km Länge, 900 Wachtürmen und ca. 120 Kastellen ist der Limes das größte, streckenweise noch gut erhaltene Bodendenkmal in Europa. Als antike Grenze zwischen dem Römischen Imperium und den Germanen steht er als bedeutendes Bauwerk unter dem Schutz der UNESCO: Weltkulturerbe der Menschheit.