Katholische Kirche St. Martin
Katholische Pfarrgemeinde St. Martin
Wiesbadener Straße 21
65510 Idstein
Telefon (0 61 26) 9 51 90, Telefax (0 61 26) 95 19 25
E-Mail pfarrei(at)st-martin-idstein.de
Haltestelle: Idstein, Wiesbadener Straße
Beschreibung
Die Architektur
Der Architekt war Professor Johannes Krahn aus Frankfurt, einer der bekanntesten modernen Kirchenbauer seiner Zeit. Der Bau erinnert an eine altkirchliche Basilika: Der Raum ist klar definiert auf den Altar hin bezogen. Er nimmt die liturgischen Vorstellungen und Neuerungen des 2. Vatikanischen Konzils vorweg: es gibt z. B. keine Kommunionbank und der Tabernakel steht nicht mehr auf dem Altar sondern auf einer eigenen Säule. Das Fensterband unter der Decke gibt dem Bau aus gemauerten Natursteinen eine einzigartige Leichtigkeit. Die großartige Geschlossenheit und die herbe Nüchternheit dulden keine Nebensächlichkeiten.
Die Ausstattung
Die wenigen Ausstattungsstücke sind einfach und edel: Altar, Ambo, Taufstein und Tabernakel aus Lahnmarmor. Die Kreuzwegfenster sind gestaltet von Paul Corazolla (Berlin), das Vortragekreuz, der Tabernakel, der Osterleuchter und die Monstranz vom Atelier für Goldschmiedekunst Schwerdt und Förster (Aachen). Eine Madonna, die Krippenfiguren sowie das Bild des Hl. Antonius wurden gestaltet von den Geschwistern Degen aus Höhr-Grenzhausen. Eine Martins-Ikone stammt von A. Gaverdowski aus der Idsteiner Partnerstadt Uglitsch in Russland. Die neo-gotische Kreuzigungsgruppe aus dem Vorgängerbau, der Magdalenenkirche, befindet sich über dem Tabernakel der Seitenkapelle.
Krypta
Die Krypta - auch als Marienkapelle bezeichnet - liegt unter dem Querschiff der Martinskirche und wird über einen Zugang vom Pfarrhof aus erschlossen. Sie fasst ca. 50 Personen und dient für Gruppengottesdienste sowie im Winter als Werktagskirche, da sie leichter zu beheizen ist. Eine gekrümmte Wandscheibe nimmt den Altarbereich auf. Hinter der Wand verbirgt sich eine kleine Sakristei, in der auch die notwendige Heizungstechnik der Kirche untergebracht ist. Ein Rokoko-Kruzifix sowie der Tabernakel der alten Magdalenenkirche sind an der Stirnwand angebracht. Der Altar aus Jurakalk ist ein typisches Werk von Johannes Krahn. Die Glasfenster stammen von dem Berliner Maler Paul Corazolla, der auch die Kreuzwegfenster in der Martinskirche gestaltet hat. An der Rückwand ist der Kreuzweg der alten Magdalenenkirche angebracht: Öldrucke aus dem späten 19. Jahrhundert.




