Evangelische Unionskirche Idstein
Evangelische Unionskirche
Kontakt:
Pfarrer Martin Kuhlmann
Im Güldenstück 2
65510 Idstein
Telefon (06126)3106, Telefax (06126)3721
Haltestelle: Idstein, Friedensstraße
Beschreibung
Die heutige evangelische Unionskirche wurde anstelle eines wohl romanischen Vorgängerbaues unter Einbeziehung älterer Gebäudeteile um 1340 als "Stiftskirche St. Martin" errichtet. Unter Graf Johannes (1603 - 1677) wurde sie ab 1669 zu einer Predigt- und Hofkirche umgestaltet. Bemerkenswert ist die üppige Verwendung von Lahnmarmor für Arkaden und Säulen, für Taufstein, Altar, Kanzel und Grabmäler.
Sofort gefangen ist jeder Besucher von der für eine evangelische Kirche ungewöhnlichen Deckengestaltung: 38 großformatige Leinwandgemälde nach biblischen Themen, ausgeführt in Rubensscher Manier von Michael Angelo Immenraedt und Johann von Sandrart, zieren Decke und Obergaden. Kupferstücke von Anton van Dyck lieferten die Vorlage zu den Apostelköpfen in den Arkadenzwickeln.
Die Kirche war Grablege der Grafen und Fürsten von Nassau. Grabmäler für Herrscher. Adel und Bürgerliche erinnern an deren Leben und Wirken in Idstein. Das Prunkvollste Grabmal (links vom Altar) ist Idsteins letztem Herrscher Fürst Georg August Samuel, seiner Gemahlin Henriette Dorothea und sieben Kindern des Fürstenpaares gewidmet. (Einwurf Maximilian von Welsch, Ausführung Franz Matthias Hiernle, Mainz).
Die Kirche heißt seit 1917 "Unionskirche" zur Erinnerung an die 1817 in Idstein geschlossene Union zwischen Lutheranern und Reformierten in Nassau.




