Schloss und Schlosspark
Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten
Schloss Bad Homburg vor der Höhe
61348 Bad Homburg v.d.Höhe
Telefon (06172) 9262148, Telefax 9262147
Internet www.schloesser-hessen.de
Haltestelle: Bad Homburg, Markt
Für Sie da
November bis Februar 9.00 Uhr - 16.00 Uhr, März bis Oktober 9.00 Uhr - 17.00 Uhr. Führungen stündlich bis eine Stunde vor Schließung.
Eintritt: Erwachsene 3,50 Euro, Kinder 2,50 Euro.
Beschreibung
Wo einst der Kaiser residierte
Der Weiße Turm aus dem 14. Jahrhundert ist der weithin sichtbare Überrest der „Hohenburg“. Landgraf Friedrich II. von Hessen-Homburg, der als Landgraf „mit dem silbernen Bein“ und dank Heinrich Kleists Drama „Prinz von Homburg“ literarisch weltberühmt wurde, ließ nach 1680 seine barocke Residenz um eine Neustadt für Glaubensflüchtlinge erweitern und baute auch die Vorgängerburg zu einer barocken Schlossanlage um. Rund 200 Jahre später ging die Residenz der Landgrafschaft Hessen-Homburg in den Besitz der Kaiserfamilie der Hohenzollern über, die die Innenräume neu gestaltete und das Ensemble bis zum Ende des Ersten Weltkrieges als Sommersitz nutzte. Das Schloss als Museum bietet daher sowohl Einblicke in die Lebenswelt der Landgrafen wie in die der kaiserlichen Familie.
Der Rundgang durch die Schlossräume beginnt im Vestibül. Das 1835 von Georg Moller geschaffene klassizistische Treppenhaus wurde Anfang des 19. Jahrhunderts neu gestaltet. Im Königsflügel ist die Kaiserzeit lebendig geblieben. Zu sehen sind die Salons von Kaiser Wilhelm II. und Kaiserin Auguste Viktoria. Als Besonderheit gilt das Telefonzimmer der Kaiserin mit einer Telefonzelle in einem umgebauten Frankfurter Schrank. Spiegelkabinett, Gelber Saal und Speisesaal schließen sich an. Im Arbeitszimmer des Kaisers ist die für ihn typische Möblierung zu sehen: Ein Sekretär, vor dem er auf seinem Sattelsitz Platz nahm. Im ehemaligen Rauch- und Billardzimmer Kaiser Wilhelms II. werden heute Erinnerungsstücke der landgräflichen Familie präsentiert.
Der Elisabethenflügel führt in das ehemalige Appartement der Landgräfin Elisabeth (1770-1840), die aus dem englischen Königshaus stammte und mit ihrer Apanage für die Verschönerung des Schlosses sorgte.
Weitere Sehenswürdigkeit ist der Schlosspark als Teil der landgräflichen Gartenlandschaft, die sich einst bis zum Fuß des Taunus erstreckte. Sie soll in den kommenden Jahren rekonstruiert werden. Der Mühen wert ist auch eine Besteigung des Weißen Turms. Er bietet nicht nur eine herrliche Aussicht auf den Taunus und das Rhein-Main-Gebiet, sondern auch eine Dauerausstellung über Schlosstürme.
Wussten Sie schon…
…dass jedes Jahr während des Bad Homburger Laternenfestes das gesamte Schloss mit 1000 Kerzen illuminiert wird?




