Goethehaus
Heimatmuseum Hüttenberg
Heimatmuseum Hüttenberg und Goethehaus Volpertshausen
Rheinfelser Straße 65
Kontakt Herr Otto Knipp
Lottestraße 20
35625 Hüttenberg - Ortsteil Volpertshausen
Telefon (06441) 74037
Haltestelle: Hüttenberg-Volpertshausen, Schillerstraße
Für Sie da
Jeden 2. Sonntag im Monat von 14.00 Uhr - 18.00 Uhr, Voranmeldung für Gruppen zu anderen als den üblichen Öffnungszeiten bei Herrn Otto Knipp, Telefon (06441) 74037 und W. Ludwig 73290
Beschreibung
Das in den Jahren 1719 bis 1721 gebaute Haus war am 9. Juni 1772 Ort eines Balls, der in Goethes „Die Leiden des jungen Werther“ und somit in die Weltliteratur Eingang fand. Das ehemalige Jagdhaus der Grafen von Nassau-Weilburg befindet sich seit 1838 im Besitz der Gemeinde und diente bis 1965 als Schule und Lehrerwohnung. Die Gemeinde Hüttenberg und der Heimatkundliche Verein als Betreiber des Museums sind bestrebt, in dem unter Denkmalschutz stehenden Giebelbau sowohl der bäuerlichen Tradition des Hüttenberger Landes gerecht zu werden als auch an die in die Literaturgeschichte eingegangene Ballnacht vom Juni 1772 zu erinnern. Johann Wolfgang von Goethe, in jenen Tagen Praktikant am Wetzlarer Reichskammergericht, weilte damals zusammen mit 25 weiteren Personen an diesem Ort, darunter auch Charlotte Buff, die aus der benachbarten Stadt auf’s Land gekommen war. Goethe, der sich „wie ein Träumender“ fühlte, hat Szenen des Tanzvergnügens wenig später in seinen „Leiden des jungen Werther“ verarbeitet. Der Ballsaal im ersten Stock des Heimatmuseums erinnert an dieses Geschehen. Zu sehen sind Abbildungen der Ballbesucher, darunter das der brotschneidenden Lotte und des unglücklichen Jerusalems, die beide zum Stoff des Romans wurden. Im gleichen Stockwerk geben ein volleingerichteter Wohn- und Schlafraum sowie eine Küche aus der Zeit der Jahrhundertwende Einblicke in die Wohnkultur der Region.
Im Erdgeschoß des Museums befinden sich zwei Räume mit landwirtschaftlichem Gerät, bäuerlichem Gebrauchsgut, Werkzeuge des Stellmachers und eine Reihe von Fotos aus der “guten alten Zeit“. Käseklappe und Käseformmaschinen zeigen die Entwicklung der Produktion des bekannten „Hüttenberger Handkäs“, für die die Gemeinde über die Landesgrenze hinaus bekannt ist. Zu sehen sind im Dachgeschoß außerdem Geräte zur Flachsbearbeitung, zum Backen sowie das Mobiliar einer Schulklasse. Abgerundet wird die Ausstellung durch Hüttenberger Trachten, eine Schusterwerkstatt und eine Waschküche.




