Zeitpfad Tour 3
Information & Zimmervermittlung
Kur- und Stadtinformation
Hauptstraße 13 a
61462 Königstein im Taunus
Telefon (06174) 202251, Telefax 202284
E-Mail info(at)koenigstein.de
Internet www.koenigstein.de
Haltestelle: Königstein (Taunus), Parkplatz Stadtmitte
Name
Burg Falkenstein
Auf dem Pfad
Ist die Königsteiner Burg besichtigt, setzt sich die Route über den Falkensteiner Hain zur Burgruine Falkenstein fort.
Mit Bus und Bahn
RB 12 bis Königstein, Stadtbuslinien bis Parkplatz, umsteigen in die Buslinie 917 bis Ehrenmal
Mit dem Auto
Hauptstraße hinauf nach Falkenstein, am Ehrenmal links, Reichenbachweg, die nächste Straße "Am Steingarten" links, Fußweg zur Burg. Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen.
Öffnungszeiten
Januar bis Dezember 09.00 Uhr - 16.00 Uhr
Für die Pause
Kiosk in Burgnähe, Restaurants in Falkenstein
Beschreibung
„Ein hohes Schloss heißt Falkenstein,
das liegt ein „Meil“ Wegs von dem Main
zur rechten Hand des Okzidents.
Es ist umher eine feine Grenz`
und wie wohl Falkenstein sehr hoch
auf einen Felsen liegt …“
Erasmus Alberus
Schon oft wurde gemunkelt, dass es zwischen den Burgen Königstein und Falkenstein einen Verbindungsgang gibt. Doch gefunden wurde er bis heute nicht, und so gehört diese Geschichte wohl eher in das Reich der Sagen.
Über die Anfänge Falkensteins ist nur wenig bekannt. Sie liegen in einer einfachen Burganlage, die im ausgehenden 11. Jahrhundert auf dem damaligen „Noringsberg“ errichtet wurde. Die Lage der Burg der mächtigen Gaugrafen von Nüring (oder Norings), die weite Teile der Wetterau des Niddagaus und des Taunus beherrschten, wird an eben jener Stelle angenommen, an der sich heute die beiden Ruinen der Burg Falkenstein befinden.
Mitte des 13. Jahrhunderts – nach dem Aussterben der Münzenberger – errichteten die Herren von Falkenstein auf dem Noringsberg eine neue Burg, die nach dem Stammsitz am Donnersberg in der Pfalz „Neu-Falkenstein“ benannt wurde. So könnten zeitweise sogar zwei Burganlagen auf dem Noringsberg gestanden haben: Die alte Burg der Gaugrafen von Nürings und die neue der Herren von Falkenstein.
Im 15. Jahrhundert stand die Burg im Zeichen der „Falkensteiner Raubritter“ und die Geschichte erzählt von unrühmlichen Taten. Die schwer erreichbare Burg in der Nähe der wichtigsten Handelsstraße, der „Hohen Kölner Straße“, bot sich für Raubzüge in die nähere Umgebung an. Kaufleute und Gesellen wurden überfallen oder gefangen gehalten. Es wird sogar berichtet, dass ganze geraubte Viehherden den ohnehin engen Burghof bevölkerten.
Die kriegerischen Ereignisse der folgenden Jahrhunderte haben die Burg in starke Mitleidenschaft gezogen. 1679 starb hier Gerhard Adam von Staffel – er war der „letzte Falkensteiner Ritter“.
Der quadratische Bergfried ist bis zur ersten Plattform begehbar. Ein Blick aus dieser hohen Warte auf die Anlage geworfen, erschließt leicht die Größe der ehemaligen Befestigung mit ihrer Ringmauer und den Resten zweier Wohngebäude.
Für den Aufstieg zur Burgruine Falkenstein wird man im Übrigen mit einem spektakulären Ausblick über Kronberg und den Opel-Zoo hinweg auf die Rhein-Main-Ebene reich belohnt.
Nur ein Stückchen weiter findet man auf einem kleinen Felsvorsprung gelegen, den Dettweiler Tempel, der dem Lungenfacharzt Dr. Peter Dettweiler gewidmet wurde. Von dieser „Teufelskanzel“ soll der Sage nach einst der „Leibhaftige“ Reden an das Volk gehalten haben.
Auf alle Fälle sollte man die Augen bei dem Spaziergang offen halten. Rechts und links des Wegesrandes gibt es nämlich alte Mauern und die Reste eines Turmfundamentes zu entdecken.
Am Wegesrand
Ringwälle auf dem Altkönig
Ein gutes Stück über Falkenstein - aber noch in der Gemarkung Kronberg - gelegen, thront der mächtige Altkönig mit seinen imposanten keltischen Ringwällen. Es sind die Reste von Ringmauern, die vier bis sechs Meter stark waren. Zwar fanden bereits Grabungen statt, doch ist die Entwicklung des keltischen Altkönig noch weitgehend unklar. Sicher ist, dass die Anlagen aus dem 5. und 4. Jahrhundert vor Christus stammen. Wie lange der Altkönig besiedelt war, ist nicht bekannt. Auch wissen wir nicht, ob der dritthöchste Berg im Taunus als ständiger Fürstensitz oder nur als zeitweilige Fliehburg errichtet wurde: Eindrucksvoll sind die Ringwälle jedoch allemal.
Am Wegesrand
Glashütten
In das 16. und 17. Jahrhundert führen die archäologischen Zeugnisse von Glashütten zurück. Inmitten des Taunuswaldes gelegen, wurden hier einst Glasprodukte hergestellt. Die Ausgrabungen sind ebenso zu besichtigen, wie die Reste des römischen Kastell Maisels.
Zu den Resten der Glashütten geht es zu Fuß vom Parkplatz Waldfriedhof etwa 600 Meter Richtung Emstal.
Weiter auf dem Pfad
Burg Reifenberg (Siehe: Schmitten, Tour 4)
Wanderzeit
Königstein-Falkenstein - Schmitten-Oberreifenberg = 9,7 km, Höhenunterschied: 276 m, Wanderzeit: 3 1/2 Stunden
Broschüre und Karte "Burgen- und Schlösserpfad" zum Preis von 1,00 Euro erhältlich über: ti@taunus-info.de




