Regionalpark Rhein-Main

Regionalpark RheinMain
Grabenstraße 1a
65439 Flörsheim am Main
Telefon (06145) 941184, Telefax 941028
E-Mail regionalpark-pilotprojekt(at)t-online.de

Haltestelle: Flörsheim (Main), Hochheimer Straße

Für Sie da

Bereich Hattersheim - Flörsheim - Hochheim

Informationen, Prospekte und Freizeitkarte erhalten Sie beim: Regionalpark RheinMain GmbH, Telefon (06145) 941184, Fax 941028

Beschreibung

Inmitten der Region Frankfurt RheinMain ist die Idee des Regionalparks zum ersten Mal Wirklichkeit geworden. In einem Pilotprojekt wurden die Mainstädte Hattersheim, Flörsheim und Hochheim durch gestaltete Routen auf über 27 km Länge miteinander verbunden, reizvolle Anlagen laden Radfahrer und Spaziergänger im Abstand von wenigen hundert Metern zum Rasten, Verweilen und Entdecken ein.

Das Bestehende sichern und aufwerten; Neues entwickeln und schaffen und beides gestaltend verbinden: Das ist die Devise des Regionalparks. Die „Bausteine“ der Erlebnisroute sind altehrwürdige Alleen wie die über 100 Jahre alte Wasserwerkallee in Hattersheim und neugepflanzte Streuobstwiesen, etwa entlang des Landwehrwegs in Hochheim oder am Obstbaumrondell in Hattersheim. Ein besonderer Höhepunkt ist der kunstvoll angelegte Rosengarten in Hattersheim mit seiner architektonisch auffallenden Rankpyramide. Der historische Park Bad Weilbach mit seiner Platanenallee, der Schwefelquelle und den alten Kurgebäuden zählt ebenso zum Regionalpark wie die naturnahe, wilde „Flörsheimer Schweiz“ oder das über Aussichtstürme einzusehende Naturschutzgebiet der Weilbacher Kiesgruben.

Aber auch Kunst hat einen festen Platz im Regionalparkkonzept. Entlang des Panoramaweges zwischen den Flörsheimer Ortsteilen Bad Weilbach und Wicker haben Künstler in sechswöchiger Arbeit fünf große Steinobjekte geschaffen, die den Weg markieren und zum Verweilen und Schauen anregen. Im Nussbaumquartier am Hattersheimer Kastengrund ließ sich ein Rabe nieder: Die drei Meter hohe Aluminiumskulptur wacht dort über das Gelände. Und am Weg entlang der Deponie Wicker verdeutlicht das Kunstwerk „Nahtstelle Müll - Fenster in die Deponie“ das Thema menschlicher Eingriff und Gefährdung der Landschaft.

Auch die Historie kommt nicht zu kurz: Von der Flörsheimer Warte, 1996 nach alten Vorlagen wiedererrichtet und am Wochenende ein beliebter Gutsausschank, wurde vor 500 Jahren das kurmainzerische Hoheitsgebiet überwacht. Wachposten patroullierten damals entlang des abschnittsweise rekonstruierten Wallgrabensystems der „Kasteler Landwehr“. Ein Denkmal früher Industriegeschichte sind die restaurierten Kalkbrennöfen in Flörsheim, die durch eine moderne, begehbare Dachkonstruktion aus Glas und Stahl geschützt werden. Aber auch die Industriegeschichte des 20. Jh. Ist im Regionalpark präsent: Eine Farbrühranlage aus Beständen der ehemaligen Firma Hoechst ist in Hattersheim im Obstbaumrondell zu sehen und informiert über die wechselvolle Geschichte des einstigen Chemieriesen.

Aussichtspunkte wie das architektonisch kühn konstruierte "Vogelnest“ an der Kiesgrube Silbersee in Hochheim, die Flörsheimer Warte oder der Panoramaweg bei Wicker ermöglichen fantastische „Rundumblicke“ und vermitteln ungewohnte, weil kontrastreiche, Eindrücke des Ballungsraumes RheinMain. Und nicht zu vergessen: Straußwirtschaften und Ausflugslokale entlang der Route sorgen für das leibliche Wohl der Besucher.

Zur Orientierung und Wegweisung dienen Regionalpark-Stelen: Holzwegweiser, auf deren Kopfseite Erläuterungen zu Stationen, Ortsgeschichte, Richtungs- und Entfernungsangaben zu finden sind.

Der Regionalpark ist bequem mit der S-Bahn-Linie S 1 (Offenbach-Wiesbaden) zu erreichen. Während die Regionalparkroute in Hattersheim direkt am Bahnhof beginnt, führen von den Bahnhöfen Eddersheim, Flörsheim und Hochheim ausgeschilderte Verbindungswege zur Regionalpark-Hauptroute.

Der Regionalpark soll weiterwachsen: Nach Norden in Richtung Hofheim, nach Süden über den Main in Richtung Bischofsheim und Gustavsburg mit Anbindung des entstehenden Regionalparks im Bereich Rüsselsheim, nach Westen in Richtung Mainz und Wiesbaden und weiter nach Rheinhessen und in den Rheingau.

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