Deutschland
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Historisches
Zu Beginn des 2. Jahrhunderts bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts bildete der Obergermanisch-Raetische Limes (= lat.: Weg, Besitzgrenze) in den nördlichen Provinzen des Römischen Reiches (Obergermanien und Raetien) die äußere Grenze zu den germanischen Stammesgebieten. Sie verläuft von Rheinbrohl am Rhein bis Eining an der Donau durch die heutigen Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern.
Zunächst als Postenweg mit Wachttürmen angelegt, wurde der Limes nach und nach mit Palisaden, Wällen und Gräben und zum Teil mit einer Mauer ausgebaut und befestigt. In der Nähe entstanden Kastelle (Militärlager), deren Besatzungen die Grenze überwachten. Die Kastelle lockten Händler und Handwerker an, die vor den Kastellmauern siedelten, ebenso wie die Familien der Soldaten.
Mitte des 3. Jahrhunderts erzwangen Germaneneinfälle, Feldzüge im Osten des Römischen Reiches und Bürgerkriege die Aufgabe des Obergermanisch-Raetischen Limes. Rund 160 Jahre bestand der Limes, ehe Rom seine rechtsrheinisch stehenden Verbände abzog.
Heute ist der Limes mit 550 km Länge, 900 Wachttürmen und ca. 120 Kastellen das größte, streckenweise noch gut sichtbare Bodendenkmal in Europa.




