Die Sammlung Leonhardt
Sammeln hat in der Familie Leonhardt Tradition. Für Eric, Claudia und Theresa Leonhardt ist es ein Lebensstil. Über Jahrzehnte haben sie gemeinsam eine außergewöhnliche Privatsammlung zur Geschichte Hessen-Homburgs sowie zur Kunst- und Kulturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts aufgebaut. Erstmals wird diese Sammlung nun im Museum Gotisches Haus der Öffentlichkeit präsentiert.
Gemälde, Miniaturen und Grafiken, Kunsthandwerk aus Silber, Porzellan und Glas sowie Möbel bedeutender europäischer Ebenisten erzählen von den Beziehungen Hessen-Homburgs zu den europäischen Höfen und Fürstenhäusern ihrer Zeit. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Homburgensien zur Geschichte des Landgrafenhauses Hessen-Homburg, insbesondere zu Landgraf Friedrich VI. Joseph, seiner Gemahlin, der englischen Prinzessin Elizabeth, und seiner Schwester Prinzessin Marianne. Über Jahrzehnte gelang es der Familie Leonhardt, zahlreiche Kunstwerke und Erinnerungsstücke, die im 19. Jahrhundert durch Erbgänge und politische Entwicklungen verstreut worden waren, nach Bad Homburg zurückzuholen. Ergänzt wird die Sammlung durch Objekte der von Jean Emil Leonhardt gegründeten REX-Conservenglasgesellschaft, die den Bogen bis in die Zeit der Industrialisierung schlagen.
Die Ausstellung vermittelt zugleich den Charakter dieser außergewöhnlichen Privatsammlung. Ihre Präsentation orientiert sich an der früheren Aufstellung in den Wohnräumen der Familie Leonhardt. Die dichte Verbindung von Gemälden, Möbeln und Kunsthandwerk bricht mit musealen Sehgewohnheiten und schafft eine für ein Museum ungewöhnliche Wohnlichkeit.
In vier Themenbereichen entfaltet sich die Geschichte Hessen-Homburgs: Porträts der landgräflichen Familie und kunstvoll geschliffene Erinnerungsgläser führen in die Residenz des 18. Jahrhunderts ein. Ansichten von Homburg und Meisenheim erzählen von der Landgrafschaft und ihren historischen Veränderungen. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der englischen Prinzessin Elizabeth, Landgraf Friedrich VI. Joseph und Prinzessin Marianne sowie ihren europäischen Verbindungen. Den Abschluss bilden Zeugnisse des Wandels Homburgs zur Kur- und Industriestadt mit Objekten der REX-Conservenglasgesellschaft.
Zugleich tritt die Sammlung in einen Dialog mit ihrem Ausstellungsort. Das Gotische Haus geht auf Friedrich VI. Joseph und seine Gemahlin Elizabeth zurück, die zu den zentralen Persönlichkeiten der Sammlung gehören. So begegnen sich hier die Geschichte des Hauses und die Geschichte seiner einstigen Bewohner.
Öffentliche Führungen werden immer dienstags um 14 Uhr angeboten.
Private Führungen auf Anfrage.
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Taunus Touristik Service e.V.



