• Vortrag/Lesung/Vorführung

Schon unser nächster Nachbarstern Proxima Centauri ist mehr als vier Lichtjahre von der Erde entfernt. Mit heutiger Raumfahrttechnik würde eine Reise dorthin Jahrtausende dauern. Doch könnten neuartige Antriebe solche Reisen eines Tages ermöglichen?

 Interstellare Flüge stellen die Menschheit vor gewaltige Herausforderungen. Neben geeigneten Energiequellen und Antriebssystemen müssten auch Gefahren durch kosmische Strahlung und kleinste Staubteilchen bewältigt werden. Hinzu kommen die langfristige Versorgung einer Besatzung und die biologischen Grenzen des Menschen. Bei Geschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit treten außerdem überraschende Effekte der Relativitätstheorie auf.

Doch selbst wenn Reisen zu anderen Sternen eines Tages möglich wären: Würden wir dort überhaupt Leben finden?

Astronomen haben inzwischen Tausende Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Bis heute gibt es jedoch keinen eindeutigen Nachweis für außerirdisches Leben. Die berühmte Drake Gleichung versucht abzuschätzen, wie viele technisch entwickelte Zivilisationen in unserer Milchstraße existieren könnten. Viele der dafür benötigten Größen sind allerdings noch völlig unbekannt.

Damit führt die Suche nach fremdem Leben unmittelbar zum Fermi-Paradoxon: Wenn außerirdische Zivilisationen existieren und genügend Zeit hatten, sich in der Milchstraße auszubreiten, warum haben Schwierigkeiten interstellarer Reisen bis zum sogenannten „Großen Filter“, der die Entwicklung technologischer Zivilisationen verhindern könnte.

In seinem Vortrag stellt Dr. Sergei Kovalenko, Mitglied der Astronomischen Gesellschaft Orion Bad Homburg, die physikalischen Grenzen interstellarer Reisen sowie wissenschaftliche und mathematische Modelle zur Entstehung und Ausbreitung außerirdischer Zivilisationen vor.

Ein Themenabend über ferne Welten, die Zukunft der Raumfahrt und eine der großen offenen Fragen der Wissenschaft: Sind wir allein im Universum? 

Organisation

Taunus Touristik Service e.V.