Zur Grafschaft Diez gehörte auch der Hof Hausen. Hausen war ursprünglich und 1296 ein Filialdorf der Pfarrei Eisenbach, in dem 1296 noch mindestens 7 Familien lebten. Das Zisterzienserinnenkloster Gnadenthal bei Dauborn hatte 1275 begonnen, allen Besitz dort durch Kauf und Tausch an sich zu bringen. So 1275 eine Hälfte Zehnten, die vorher Lehen von den Herren von Merenburg war, dessen andere Hälfte noch 1578 dem Pfarrer von Eisenbach zustand. Gnadenthal behielt das ehemalige Dorf als Klosterhof über die Reformation bis zu seinem Ende im 30jährigen Krieg. Mit dem Kloster zog Nassau-Diez den verwüsteten Hof ein. Es überließ ihn 1648 zunächst in Pacht, dann 1659 als Lehen dem Kommandanten und Statthalter der Grafschaft Diez Achatius Freiherr von Hohenfeld. Nassau-Diez hatte an seinen Lehnsleuten, den Freiherren von Hohenfeld, wenig Freude. Um die Landeshoheit über den Hof kam es 1771/72 fast zu einem Krieg zwischen Nassau-Oranien und Kurtrier. Nassau-Oranien konnte seinen Anspruch auf alleinige Landeshoheit nicht durchsetzen. Der Hof blieb beim gemeinschaftlichen Amt Camberg. Als der letzte Freiherr von Hohenfeld 1822 starb, konnte der nassauische General von Kruse, ein Enkel eines Fürsten von Nassau-Usingen, den Hof in Besitz nehmen, der ihm schon 1815 als Lehen und 1817 als freies Eigentum versprochen worden war. Er schenkte den Hof dem landwirtschaftlichen Verein für Nassau, der ihn nach seinem Tod 1848 übernahm.
Gut zu wissen
Eignung
für Individualgäste
für Kinder (jedes Alter)
Weitere Infos
Der Hof zu Hausen und die kleine Memorialkapelle am Waldrand mit den Gräbern von August Freiherr von Kruse (†1848) und seiner Gemahlin Freifrau Henriette (†1873) stehen unter Denkmalschutz. Das Hofgut verfügt heute über sechs Wohnungen, eine Pferdepension und eine Reitschule.
Weitere Infos: https://eisenbach-einst-und-jetzt.de/die-geschichte-des-hofes-zu-hausen
Weitere Infos: https://eisenbach-einst-und-jetzt.de/die-geschichte-des-hofes-zu-hausen
Organisation
Taunus Touristik Service e.V.
In der Nähe



